Die schon seit langem aufgeregte Paula und die völlig gechillte Jojo machten bereits seit einigen Wochen, Tagen, Stunden und Sekunden Mitschüler, Lehrer und Eltern kribbelig… Nun ging es endlich los auf unsere erste gemeinsame 420er Regatta, Paulas allererste überhaupt—und wir hatten nur ein Ziel: Nicht Letzter werden!!!

 

Samstag, Ankunft 8 Uhr in Flensburg:

Als wir bei fast sibirischen Temperaturen ankamen, war unser erster Gedanke: Ähmm, sind wir hier falsch? Wir sahen nur 29er und Laser. Doch nach und nach füllte sich das Hafenvorfeld des FSC auch mit 420ern.

Wir schauten ein wenig umher, bauten unser Zelt auf und bald wurde es auch Zeit, unser Boot aufzubauen, denn um 12.00 Uhr wollten wir eigentlich auf´s Wasser. Also: Mast aufbauen, alle Bändsel antüddeln und dann kam´s, wie es kommen musste: Unsere schon länger Probleme bereitende Fockrolle klemmte, das Fockfall verhakte sich und Paula wurde immer nervöser und lief bald Amok ;-). Boot legen, Werkzeug ausleihen und hoffen, dass wir das Fockfall wieder befreien konnten. Und das alles um 11.45 Uhr. Glücklicherweise schafften wir es, und konnten bald auf´s Wasser. Schon gleich nach dem Auslaufen kenterten wir fast, da uns ein 29er die Vorfahrt nahm und uns zeitgleich eine heftige Böe traf. An diesem Tag wehten muntere 5 bft mit Böen 6 (und gefühlt noch mehr!).

Auf unserer Bahn segelten außer uns und den anderen 22 420ern noch Laser und Laser Radial.

Unser erster Start verlief optimal, an Tonne eins lagen wir auf Platz 4, aber verloren einige Plätze, weil uns das Segeln mit dem Spinnaker doch noch einige Probleme bereitete. Trotzdem, am Ende Platz 11. Yippie!!!!

Zweite Wettfahrt: Jojo legte den ganz perfekten Start hin, an der Luvtonne waren wir erste. Auf der zweiten Kreuz hatten wir leider ein paar Probleme, da unser Crewgewicht in den Böen nicht reichte und wir deshalb nicht so hoch am Wind segeln konnten wie viele andere (vielleicht spielte auch der fehlende/falsche Trimm des Bootes eine Rolle?!- Aber das wird sich ja hoffentlich ändern.).

Es folgten noch 2 weitere Wettfahrten, die fast ähnlich verliefen, Böen ohne Ende, aber alles ohne Kenterung überstanden. Einige unserer Mitsegler gaben auf und segelten schon vorzeitig in den Hafen.

Nach diesem, für uns sehr anstrengenden Tag, gab es ein leckeres Abendessen im FSC-Haus.

Gesamt 14 Platz. Sehr zufriedenstellend!!!

Sonntag, Tag zwei

Schon um 6.30 Uhr läuteten in der benachbarten Yachtschule die Glocken und weckten uns gleich mit auf.

Heute war die Nervosität doch schon um einiges gesunken, und um 9.30 Uhr fuhren wir, ohne Probleme, aufs Wasser. Der Wind wehte immer noch ordentlich, sollte aber gegen Mittag abflauen.

Erster Start war wieder ganz gut, leider mussten wir 2 x kringeln, weil wir zum einen Tonnenberührung hatten und außerdem einen Gegner leicht touchierten. Am Ende Platz xx.

Im zweiten Lauf merkte man, dass der Wind nun doch merklich abnahm, dafür hatten wir mit fürchterlich drehenden Winden zu kämpfen, die erste Kreuz war fast ein direkter Anleger. Es gab, sowohl bei den Lasern als auch bei uns, diverse Frühstarts und es wurde mit Black Flag gestartet mit der Folge von Disqualifikationen. Jojo dachte bis zum Schluss, dass es auch uns getroffen hätte, weil wir auch wieder sehr zeitig über die Linie gefahren sind. No risk-no fun!

 Am Ende bedeutet das für uns Platz 13 von 23, für uns ein tolles Ergebnis—und wir sind nicht Letzter geworden !

Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß und hoffen, dass uns auch andere aus unserer Trainingsgruppe bald zu Regatten begleiten werden. Also wie wär´s ???

Johanna und Paula, GER 53082 - Giggles