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Mittwoch, 18. Oktober 2017
   

Vom 18.-26. Juli fand in La Rochelle die Weltmeisterschaft der Europes statt. Bei den Herren starteten 73 Segler (davon 6 Deutsche), bei den Frauen 61 (davon 9 Deutsche).

 

Nach 1700km Anreise (nach kurzen Stopps in Hamburg, Köln und Karlsruhe, um noch 5 weitere Segler/-innen einzusammeln) schüttelten wir an den ersten zwei Tagen bei unglaublich heißen 38°C die lange Fahrt aus den Knochen, brachten die Vermessung hinter uns und machten einige Trainingsschläge in der Bucht, um uns an Strömung und Welle zu gewöhnen.

Samstag Abend wurden wir mit einer kurzen, aber stimmungsvollen Eröffnungsfeier willkommen geheißen.

 

Am Tag darauf fiel um 13:00 der erste Startschuss. Durch einen Gradientwind aus NW an den ersten beiden Tagen konnte die Thermik diesen noch weiter verstärken, sodass wir Sonntag bei 4-5 und Montag bei 5-6 Beaufort insgesamt fünf tolle Rennen segeln konnten. Bei 1,50-2m hohen Wellen rauschte man auf den Vorwindkursen nur so hinunter, das war großer Spaß! Die Meter auf den Kreuzen waren jedoch hart erkämpft und bei 1sm Entfernung Luftlinie zwischen der Startlinie und der Luvtonne freute ich mich jedes Mal sehr, wenn ich nach etwa 15min Hängen die Luvtonne endlich das erste Mal sah...

Anfangs tat ich mich generell noch etwas schwer, da besonders bei dem recht starken Wind sich die Unterschiede im Trainingslevel (auch der einzelnen Länder) deutlich bemerkbar machten. So habe ich gleich meine beiden Streicher eingefahren.

 

Am dritten Tag war etwas weniger Wind und meine Defizite in der Beinmuskulatur machten sich nicht mehr so extrem bemerkbar, und ich kam mit den Bedingungen insgesamt einfach besser zurecht. Dadurch konnte ich mich in den Platzierungen langsam etwas nach oben hangeln.

Abends fand auf der Terrasse der Société des Régates Rochelaises das Sailors Dinner statt, in dessen Rahmen auch die Sieger des  Nations Cups, das Team Norwegen, gekürt wurden.

 

Am Tag darauf war layday, Pause also. Nach den Starkwindtagen am Anfang, der Hitze tagsüber und dem späten an-Land-kommen abends nach den Wettfahrten war mir dieser Tag sehr willkommen. 1x Ausschlafen, Eis essen gehen in der Altstadt, schwimmen gehen am Strand und ein gemütliches Abendessen in unserem WG-Haus :-)

 

Mit einem 44. konnte ich bei anfangs 3, später 4-5 Beaufort am fünften WM-Tag noch einmal im letzten von den zwei gesegelten Rennen einen ordentlichen Platz fahren.

 

An den letzten beiden Tagen war ich endlich wieder in alter Form und es lief etwa so, wie ich es mir am Anfang der WM vorgestellt hatte. Mein Speed war in Ordnung und ich kam mit den herrschenden Leichtwind-Bedingungen gut zurecht. Dazu kam, dass ich trotz der starken Strömungsverhältnisse besonders im letzten Rennen endlich auch einen guten Start hinlegen konnte. Dies führte zu meinem besten Ergebnis in der Serie (28. Platz).

 

Insgesamt belegte ich nach 10 Wettfahrten nur Platz 68. Leider haben mir die Bedingungen an den beiden ersten Wettfahrttagen das Gesamtergebnis verdorben, denn danach haben sich meine Platzierungen täglich verbessert. Wenn die WM noch etwas länger gedauert hätte, wäre ich sicher weiter nach oben gerutscht ;)

 

Weltmeisterin wurde erneut Anna Livbjerg aus Dänemark, Weltmeister Lars Johann Brodtkorb aus Norwegen. Beste Deutsche wurde Janika Puls auf Platz 4, bester Deutscher Sverre Reinke auf Platz 7.

 

Auch wenn ich wegen zu wenig Training im Voraus (meine Vorbereitungs- und Trainingszeit war dieses Jahr auf Grund meiner Abiturvorbereitungen einfach zu kurz) nicht mit so einem guten Platz abschließen konnte, fuhr ich doch mit einem tollen Gefühl nach Hause. Es war einfach großartig an der WM teilzunehmen.

Die WM war eine toll organisierte Veranstaltung mit echtem Meisterschaftsflair. Das in Kombination mit einer super Stimmung im deutschen Team hat die 10 Tage in La Rochelle zu einer tollen Zeit und einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

Vielen Dank für die super Unterstützung des TSV Schilksee, die es mir erst möglich gemacht hat, zu diesem Event zu fahren!

 

Mit freundlichen Grüßen

Nick Schlomka GER 1684

   

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